|
An
der Südseite der prachtvollen Taurusberge erstrecken sich
sich in selten schöner Landschaft feine Sandstrände und
geheimnisvolle Buchten, antike Ruininstkatten und attraktive
Ferienzentren. Mythologie und Geschichte sind hier ineinander
verwoben, deren alte Sagen auch heute noch in aller Munde
sind wie zum Beispiel die der feuerspeienden Chimäre am
Südhang des Berges Olympos, des heutigen Tahtalý, im Westen
der Provinz Antalya, der der lydische Sagenheld Bellerophon
den Kopf abschlagen wollte, was ihm aber nicht gelang, weshalb
die Chimäre noch heute wie eh und je ihr Feuer speit. Oder
die Legende von der schönen Daphne in der Nähe von Antakya,
in die sich Apollo verliebt hatte, dessen Liebe aber von
Daphne nicht erwidert wurde und die sich, als Apollo hinter
ihr herlief, in einen Lorbeerbaum verwandelte.
St. Paulus ist, wie die Bibel berichtet, in Tarsus geboren.
Der legendäre St. Nikolaus, unser Weihnachtsmann, wurde
in Patara geboren, hat im heutigen Kale gelebt und ist auch
dort gestorben.
Die Mittelmeerküste ist ebenso wie die
der Ägäis voller antiker Überreste. Im Westen von Antalya
sind die Ruinen der lykischen Städte Arikanda und Termessos
hoch in den Bergen inmitten einer zauberhaften Bergwelt
gelegen. In Küstennähe findet man die Orte Olimpos, Kale,
Kekova und Kaþ, um nur die wichtigsten zu nennen.
Die Mittelmerregion ist in acht Provinzen
aufgeteilt: Adana, Antalya, Burdur, Isparta, Hatay, Ýçel,
Kahramanmaraþ und Osmaniye.
Die berühmten antiken Städte Perge, Side
und Aspendos liegen in 'Pamphylien', wie die Küstenebene
östlich von Antalya in alten Zeiten genannt wurde.
Antalya
ist das größte Fremdenverkehrszentrum der Türkei. Die Stadt
erstreckt sich zwischen den unterhalb der breiten Berge
verlaufenden Strände Konyaaltý im Westen und Lara im Osten
und gehört zu den bedeutendsten Städten im türkischen Mittelmeerraum.
Palmengesäumte Straßen, gepflegte Parkanlagen, ein reiches
Übernachtungsangebot, zahlreiche Restaurants und nächtliche
Vergnügungsstätten aller Art sowie ein außergewöhnlich schöner
Yachthafen prägen das Bild der Stadt. Östlich von Antalya
ergießt sich der Untere Düden-Wasserfall über steile Felshänge
ins Meer und im Westen liegt umgeben von Kiefernwäldern
und Bergen das berühmte Ferienzentrum Kemer mit seinen wunderbaren
Sandstränden.
Die sehenswerte Provinzhaupt- und hafenstadt Alanya, liegt
inmitten von Apfelsinen-, Zitronen und Bananenplantagen
am Südhang des Taursgebirges und war im 13. Jahrhundert
das Winterquartier des Seldschukensultans Alaaddin Keykubat.
Aus dieser Zeit stammt auch die modernste Werftanlage der
damaligen Zeit sowie die gut erhaltene Burganlage, für die
die von schönen Stränden umgebene Stadt berühmt ist. .
Die mittelalterliche Burg zwischen zwei
langen Stränden in der Nähe von Anamur ist ebenfalls noch
gut erhalten und macht einen sehr wehrhaften Eindruck. Die
Küstenstraße von Anamur nach Silifke ist mit ihren zahllosen
Serpentinen von unbeschreiblichem Reiz.
Die durch einen Erdeinbruch entstandenen
Höhlen bei Narlýkuyu werden "Cennet ve Cehennem"
(Paradies und Hölle) genannt. In der weiträumigen Paradieshöhle
befinden sich die Überreste einer kleinen Kirche. Gegenüber
der auf dem Festland gelegenen mittelalterlichen Burg Korykos
erhebt sich "Kýzkalesi", das heute mit dem Festland
verbundene Mädchenschloß, im Meer.
Zwei der an der nach Mersin führenden Straße liegenden Überraschungen
sind die römischen Städte Kanlýdivane und Viranþehir. Mersin
mit seinen breiten Uferpromenaden und großen Parkanlagen,
mit seinem Handelshafen und seinr Freihandelszone ist eine
der modernsten Städte im türkischen Mittelmeeraum.
Östlich
von Tarsus erstreckt sich die riesige fruchtbare Çukurova-Ebene,
in der überwiegend Baumwolle angebaut wird. Inmitten der
Çukurova liegt die reiche Stadt Adana mit ihrer großen und
vielfältigen Textilindustrie. Östlich davon besiegte einst
Alexander der Große im Tal von Dörtyol, dem alten Issos,
den persischen König Darios. Zum Gedenken an diesen Sieg
und um seinen Namen zu verewigen, gründete Alexander, im
Türkischen Ýskender genannt, die Stadt Ýskenderun (Alexandrette).
Südöstlich von Ýskenderun führt die Straße
über den Belen-Paß weiter nach Antakya. Antakya ist von
religiöser Bedeutung, weil St. Petrus hier die erste christliche
Gemeinde gegründet hat. Erste Andachten wurden in einer
Höhle außerhalb der Stadt gehalten. Diese Höhle ist heute
ein Wallfahrtsort. Antakya ist außerdem im Besitz eines
großartigen Mosaikenmuseums mit zum Teil weltweit einmaligen
Exponaten.
Die Provinz Kahramanmaraþ mit ihrer gleichnamigen Hauptstadt
wäre in der Mittelmeerregion noch 'zu entdecken'! Das ehemalige
Marasch ist weitbekannt für sein zähkremiges Speiseeis aus
Ziegen- oder Wasserbüffelmilch, für seinen Roten Pfeffer
und seine ebenfalls roten Pfefferschoten, die der regionalen
Küche ihren ureigene Würze verleihen. Die wunderbaren Kupferarbeiten
von Kahramanmaraþ waren einst im ganzen osmanischen Reich
verbreitet. Die alte Kunst der Kupferverarbeitung wird heute
noch gepflegt.
|